Goldene Regeln für Schwammerlsucher

“Auf die Pilze, fertig, LOS!” – Jawoi die Jagdsaison in den Unterhölzern ist eröffnet. Schon Wahnsinn wie viele Schwammerlsucher momentan in den Wäldern unterwegs sind. Wär ja auch kein Wunder denn Schwammerl sind ja auch eine Delikatesse und sie lassen sich sehr vielfältig in der Küche verwerten. Und dann sind da noch die momentan optimalen klimatischen Verhältnisse, also feuchtwarmes Klima, welche aktuell für einen sehr reichlichen Pilzwuchs sorgen. So treibts halt sehr viele Pilzammler mit einem Korb und Messer bewaffnet raus in die Wälder auf die Suche nach Dobernigl (bayerisch für Steinpilz), Pifferling und Co. Schon immer haben Schwammerl wegen ihrer Artenfülle, Formen und Farben zum Sammeln animiert.

Schwammerl Sind Lebewesen ?

Schwammerl wachsen am liebsten an wasserspeichernden Wurzeln, an abgestorbenen Baumstümpfen oder auch auf Moos. Sie brauchen im Gegensatz zu Pflanzen kein Sonnenlicht zum wachsen, da sie sich die Nährstoffe aus dem Boden oder Bäumen ziehen. Also ernähren sich Schwammerl wie Tiere organisch und sind deshalb eher zu den Lebewesen zu zählen als zu den Pflanzen. Aus dem Grund gilt auch ein Hallimasch-Schwammerl als größtes Lebewesen der Erde. Er ist in etwa so groß wie 1200 Fußballfelder! Kein Scherz – hier mehr zum Weltgrößten Lebewesen.

 

5 Goldene Regeln für Schwammerlsuche

  1. Die erste und wichtigste Regel überhaupt: Ein Schwammerl darf nur in den Korb wenn man den wirklich kennt. Kennt man den Pilz nicht, dann wärs am besten das Teil im Wald stehen zu lassen. “Experten” um Rat fragen ist hier auf jeden Fall besser als selbst rum zu experimentieren.
  2. Was ein gewissenhafter und umweltbewusster Schwammerlsucher ist der schneidet den Pilz ab und reißt ihn nicht aus. Das Ausreißen entwurzelt den Schwammerl und beschädigt so das ganze Pilzgeflecht im Boden.
  3. Immer nur so viel Pilze sammeln wie man für den Eigenverbrauch benötigt. Umweltverbände empfehlen, das die Menge welche in einen ganz normalen Einkaufskorb passt nicht überschritten werden sollte, da das sammeln von zu vielen Pilzen angeblich schädlich für den Pilzbestand ist.
  4. Zum Schwammerlsuchen am besten einen Korb oder eine oben offene Pappschachtel verwenden. Niemals Pilze in eine Plastiktüte oder ähnliches reinquetschen. Da entsteht schnell Kondenswasser was die Ernte ruckzuck verfaulen lässt.
  5. Nach erfolgreichem Besuch im Wald sollte man die Schwammerlernte sofort, also am selben Tag, verarbeiten. Also entweder man kocht sich mit den Pilzen gleich was feines oder man putzt sie und friert diese ein. Zum Einfrieren muss man Schwammerl übrigens nicht blanchieren, die können sofort ab in die Tiefkühltruhe.

 

essbare Schwammerl Leckerbissen – Essbar oder Nicht?

Tja das ist die Frage überhaupt und es gibt wirklich sehr wenige Menschen die sich hier “Schwammerl-Experte” nennen dürfen. Wir haben bei den 5 Bildern im obigen Slider bewusst nicht den Namen der Pilzart drunter geschrieben. Dieser erscheint wenn ihr den Mauszeiger eine Weile auf dem Bild ruhen lassts. Drei der fünf Pilze sollte man schon kennen bevor man in den Wald geht. Auf dieversen Webseiten gibt es weitere Pilzarten, dann auch einige giftige, mit Bildern und Beschreibungen. VOI Guad finden wir die auf dem Webportal des BR (Bayerischer Rundfunk) – BR-Ratgeber Pilze sammeln

Aber wie kann man nun die Pilzarten erlernen?

Das beste ist man fragt einen Pilzprofi nach einer “Lehrstunde” im Wald. Oder man besucht ein sog. “Pilz-Seminar” welches vielerorts angeboten wird. Das ist mit Sicherheit die effektivste Art sich mit den bekanntesten Pilzarten vertraut zu machen. Sinnvoll ist evtl. sich dazu auch ein Fachbuch zum Thema Pilzbestimmung zuzulegen. Diese helfen oft auch sehr weiter. Unser Tipp allerdings: Keine Experimente machen!!

 

 

Falkner Michael

Liebe es einfach "draussen" zu sein. Am liebsten auf dem MTB. Aber auch Bergwandern, Klettersteige und im Winter Schneeschuhtouren begeistern mich einfach.